Foto: Noah 2009
Was für ein Wahnsinn. Wie oft schreiben Blogger sich die Finger wund über Dinge, die ihnen wichtig scheinen, investieren für so manchen Artikel viel Zeit und Arbeit, vielleicht auch mal Herzblut, und schon nach kurzer Zeit verschwinden die kostbar verworteten Gedanken auf Nimmerwiedergelesen in einem Null-Hit-Archiv-Widget oder gar nach Betätigen des Lösch-Buttons der gesamte Blog im Daten-Nirwana.
Dabei stellt so mancher Blog eine wirklich interessante, anregende, lesenswerte und nicht selten zeitlose Material- und Gedankensammlung dar, deren Untergang sehr bedauerlich wäre*.
Aber so ist das nunmal, in unserer schnelllebigen Zeit. Und schließlich wissen Blogger ja, was sie tun.
Doch auch das ist ein nur am Rande erwähnter Gedanke.
*Was nicht für Mentio gilt, aber durchaus für Blogs, wie sie sich auch in der Blogroll von Mentio befinden.

4 Kommentar(e) erwähnt:
Das "Verfalldatum" von Blogbeiträgen ist wirklich ein Problem für uns Blogger. Entweder wir schreiben uns die Finger wund, um durch täglich neue Beiträge zu ein paar Seitenhits mehr zu kommen, (aber wo bleibt da die Zeit für Qualität?)... oder - und das überlege ich mir schon - schreibt man bewusst weniger, damit man nicht selbst sein Geschreibsel schnellst möglich zudeckt, denn die Leser schauen gewöhnlich nur die neusten Beiträge an. Themen aufzuwärmen, wiederzukauen, nachzubearbeiten... auch nicht so attraktiv. Wahrscheinlich gibt's viel zu viele Blogs im Angebot, so dass man eigentlich mehr für sich selbst schreibt, was auch wirklich gar nicht so schlecht ist ;-) Mein Blog hat z.B. durchschnittlich gerade mal fünf Besucher pro Tag, was will man damit erreichen? :-)
Stimmt schon. Mentio hatte ich auch gestartet, ohne mit einer Leserschaft zu rechen; zunächst hatte ich nur für mich geschrieben. Das hat ja auch eine gewisse Bedeutung, einen Gedanken ausformulieren zu müssen: Das klärt oft, was zuvor nur diffus war.
"Doch auch das ist ein nur am Rande erwähnter Gedanke."
Wat meinste wann dieser Gedanke wieder verschwendet, obgleich er lesenswert ist!
Tja Noah, nicht zum ersten Mal lese ich diesen Post hier und ich kann Dir sagen, Du hast meine vollste Zustimmung zu dem, was Du da sagst.
Auch ich begann eigentlich meinen Blog zu schreiben, weil ich einfach was los werden wollte, und um meine Gedanken mal zuerst nieder zu schreiben und dann quasi als Außenstehender mal so durchlesen zu können, indem ich mein eigens Blog besuchte.
Mittlerweile haben schon tausende Leser zumindest ein paar Seiten angeklickt und es gibt auch jede Mengen Kommentare - hin und wieder von diversen Trollen oder was auch immer für seltsamen Zeitgenossen geschrieben.
Aber das muss wohl so sein.
Aber mir ist auch aufgefallen, dass mit zunehmender Lebensdauer eines Blogs dieser einen immer größeren Raum in den Gedanken, sogar im Leben einnimmt. Da muss man ab und an mal einen Riegel vorschieben und sich mit was anderem befassen. Und wenn man mal den Absprung gewagt hat, von seinem eigenen Blog, findet man nur schwer wieder hinein. Das Medium Internet ist ein sehr kurzlebiges, was wohl in der Natur der Sache liegt. Kaum veröffentlicht, sind News schon wieder sowas von alt, dass es kaum fassbar ist!
Aber das Leben findet nicht (allein)im Blog statt, sondern draußen.
Hin und wieder ist es nicht schlecht, mal in sich zu gehen und sich Gedanken über ein "Wie kann es weiter gehen, ohne langweilig zu werden?" machen. Man muss sich auch mal neu orientieren und die Prioritäten neu setzen. Dann findet man auch wieder Zeit, Ruhe und Muße, um sich dem zu widmen, was einen am meisten beschäftigt! Nicht die Masse macht es, sondern die Qualität! Und wenn wir uns nicht darauf versteifen mit unserem Blog das große Geld machen zu wollen und darob im Großen und Ganzen auch ohne Werbung usw. arbeiten, bleibt die Leserschaft nun mal beschränkt, weil die Themen, die wir behandeln denn offenbar doch nicht so massentauglich sind!
Nicht viele Leser sind es, die sich gerne dauernd den Spiegel vorhalten und auf frevelhaftes Tun aufmerksam machen lassen! Aber so ist das nun mal in unserem modernen Leben ;-)
Ich wünsche Dir auf jeden Fall, und bei allem was Du tust, alles erdenklich Gute,
Andrej
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