Donnerstag, 14. Mai 2009

Aufschrei

Er ist vor einer Stunde gestorben.


In der Mitte der vielbefahrenen Straße lag der kleine Spatz, angefahren, und flatterte um sein Leben. Ein Auto nach dem anderen fuhr an ihm vorbei.

Schnappatmung. "Es geht zu Ende", sagte die Wildtierstation am Telefon, nur wenige Sekunden vor seinem Tod.

Ich ahnte es schon, als ich ihn vorsichtig von der Straße aufhob. Aber er sollte nicht auf Asphalt, zwischen lärmenden Autos und Abgasen sterben.

In einem Nest aus frischem, grünen Gras ist er gestorben, begleitet vom Gesang seiner Brüder und Schwestern, und von meinen Tränen.

In der Mitte der vielbefahrenen Straße lag der kleine Spatz und flatterte um sein Leben. Ein Auto nach dem anderen fuhr an ihm vorbei.

Es ist kalt geworden. Ich friere.


Ich sehe aus dem Fenster. Hoch oben auf der Spitze des Baumes sitzt ein kleiner Spatz.

1 Kommentar(e) erwähnt:

Thialfi hat gesagt…

Du hast ein großes Herz, Du hast Mitgefühl und Mitleid, Du bist ein Mensch, wie ich ihn schätze!
Auch meine Gedanken gelten dem kleinen Spatz,

Andrej