Doch irgendwann soll es auch bei Mentio weitergehen, was dann doch noch am Rande erwähnt sei.
Einen herzlichen Gruß an meine Freunde und Leser!

Foto: Noah 2009
Was für ein Wahnsinn. Wie oft schreiben Blogger sich die Finger wund über Dinge, die ihnen wichtig scheinen, investieren für so manchen Artikel viel Zeit und Arbeit, vielleicht auch mal Herzblut, und schon nach kurzer Zeit verschwinden die kostbar verworteten Gedanken auf Nimmerwiedergelesen in einem Null-Hit-Archiv-Widget oder gar nach Betätigen des Lösch-Buttons der gesamte Blog im Daten-Nirwana.
Dabei stellt so mancher Blog eine wirklich interessante, anregende, lesenswerte und nicht selten zeitlose Material- und Gedankensammlung dar, deren Untergang sehr bedauerlich wäre*.
Aber so ist das nunmal, in unserer schnelllebigen Zeit. Und schließlich wissen Blogger ja, was sie tun.
Doch auch das ist ein nur am Rande erwähnter Gedanke.
*Was nicht für Mentio gilt, aber durchaus für Blogs, wie sie sich auch in der Blogroll von Mentio befinden.
"Versucht mal zu sehen, zu erkennen und zu verstehen."
Es ist nun fast ein Jahr her, dass Mentio sich gegen behördliche Tötunganordnungen aussprach und eine Lanze für die Ratten brach ("Das fünfte Gebot"). Immer wieder auf's Neue in Gedanken bei der Arche-Fracht entdeckte der Mentionist soeben bei PAKT einen Artikel, der in seiner Direktheit und Wortwahl Freude macht und der an dieser Stelle am Rande erwähnt sei:
Ratten
Ein Tummelplatz für Ratten; instinktiver Ausdruck negativer Wertschätzung und Indikation der größtmöglichen Schmutzansammlung in widerwärtigster Weise. Ausdruck infernalischen Hasses. Von Leuten, die Tierschutz selektiv oder garnicht wahrnehmen, etwa dem bundesdeutschen Fernsehen. Und immer erneut von Leuten, die sich als unfähig erweisen, ihrer eigenen Wahrnehmung unbelastet zu vertrauen. Ratten sind mit die saubersten Säugetiere, die auf diesem Planeten vorhanden sind. Bar jeglichen Geruches essen sie weder Leichen, wie immer wieder wollüstig unterstellt, noch leben sie zufrieden inmitten von Schmutz, der ausschliesslich von Menschen angehäuft wird. Ratten sind die sozialsten Lebewesen unter uns und würden ihre Alten niemals in das Heim entsorgen, noch kämen sie auf die Idee, ihre eigene Welt zu zerstören. Sie sind hochintelligent, lern- und anpassungsbereit, freundlich, treu und tolerant, ausserordentlich dankbar für kleinste Aufmerksamkeiten. Versucht mal zu sehen, zu erkennen und zu verstehen. Und versucht mal, nicht die Hasskampagne der Tierversuchler zu unterstützen. Alles, was die Ratte wünscht, ist als Tier unter Tieren anerkannt und nicht verteufelt zu werden.
Kabel 1 strahlte eine bemerkenswerte Dokumentation über die Ratte, über ihre wissenschaftliche Erforschung implizit derer geistiger und körperlicher Fähigkeiten aus, die eher sparsam mit den üblichen Vorurteilen und Hass- und Hetzeindrücken gemäß der dem Fernsehen immanenten Ideologie untermalt wurde, was geradezu ein Novum darstellt. Erfrischend, dass einmal ein Tierversuchler das Versuchsobjekt Ratte eindringlich verteidigte und deren Vorzüge und Wahrheiten herausstellte, während der Sender sich bemühte, das sorgsam im Sinne der Tierversuchswissenschaft über Jahrzehnte aufgebaute Ekelbild des Tieres nicht zu sehr beschädigen zu lassen und dieses mit von der Zuchtanstalt bereitwillig gelieferten Rattenhorden und der stets präsenten Kanalröhre, einschließlich der üblichen Hysterietante, die zwar nichts Gescheites zu sagen hatte, aber ausgiebig zu Wort und Mime kommen durfte. Auch der Verweis, dass Ratten Schnupfen bekommen könnten, durfte freilich nicht fehlen. Und natürlich wurde der stereotype Arztbesuch angemahnt, im Falle eines Bisses. Die Argumente sprachen gegen den Sender. Aber ein Bild ersetzt tausend Worte und bleibt dauerhaft prägnant. Auf der relevanten Webseite wurde, wie nicht anders zu erwarten, auch sofort zu Gegenmaßnahmen gegriffen und dem Zuschauer die Vernichtung der Pest mit den aktuell modernsten Giften der Industrie nahegelegt. Dass der Ratte, als meistverbrauchtem Versuchsobjekt, nunmehr zumal mit Denk- und Empfindungsvermögen, in ihrer Eigenschaft als Wohltäter des Menschen speziell von der tierversuchsgläubigen Presse Dank zu schulden wäre, kommt dieser nicht in den Sinn und wäre auch geschäftsschädigend.
Die Gründe liegen auf der Hand. Würde der Ratte die Publizität und Zuneigung des Hundes zuteil, wären Tierversuche im gegebenen Stil und Umfang in China möglich, nicht aber mehr hier. Insofern liegt das APE-Projekt, das die Versuche an Affen aufgrund deren Ähnlichkeit zum Menschen als ersten Schritt in der Eindämmung der ausufernden Tierversuche, speziell in der Grundlagenforschung, verbieten will, falsch. Der Affe liegt zu nahe am Menschen, als dass ein Versuchsverbot an diesem zu einer Übertragung auf die anderen Versuchstiere führen würde. Eine Identifizierung mit diesen bliebe aus. Der Schlüssel zur Eindämmung der Tierversuche aus ethischer Perspektive ist die Ratte als unterstes Wesen der Kaste, mit dem beliebig verfahren werden darf, bei bestem Gewissen. Im wohlverstandenen Interesse des Tierschutzes muss es mithin liegen, die Ratte zu einem liebenswerten und verständlichen Wesen umzustilisieren und in der Öffentlichkeit als solches zu präsentieren, um die Dummgläubigkeit ein wenig einzudämmen.
Bernd-Wolfgang Meyer
PAKT
Foto: Noah 2009
Die kultische Verehrung des Lichts mag erklärbar sein mit bis zu unseren frühen Vorfahren reichenden, uralten Wurzeln. Licht und Wärme der Sonne, ihre Bestimmbarkeit über das Jahr hinweg und ihre wetterbedingte Unberechenbarkeit über kürzere Zeiträume war vor allem für die Anfänge des Ackerbaus und damit verbunden für die Entstehung kultisch-religiöser Zuordnungen in archaisch-magisch-animistischem Bewusstsein von entscheidender Bedeutung.
Doch auch anderen "Lichterscheinungen" wird vielfach eine spirituelle Dimension verliehen. Man denke an das "göttliche Licht am Ende des Tunnels" bei einer Nahtodeserfahrung, oder an das in Meditationserfahrungen einfließende Licht durch das "Dritte Auge" - das hell-sichtige Organ der Wahrnehmung, das Symbol der Erleuchtung, welches auch im Koran ("Man kann nur mit dem 'Basiret' das Licht sehen, das Gott dir gibt") und im Neuen Testament der Bibel ("erleuchtetes Auge des Herzens", Epheser 1, 18) beschrieben wird, und in den mystischen Traditionen eine besondere Bedeutung hat.
Sogar der Teufel hat Sehnsucht nach Licht und Wärme. So zündet er sich in seinem Zuhause ein gemütliches Feuerchen an. An manchen kalten Tagen würde der Mentionist gerne zur Hölle fahren. Aber irgendwie kann er das nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, denn dieses Höllenfeuer hat bestimmt einen recht hohen, klimaschädlichen CO2-Ausstoß. Vielleicht ist ja der Teufel sogar für den gesamten Klimawandel verantwortlich. Doch das sei nur am Rande erwähnt.